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Erich Fromm – Vom Haben zum Sein

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Die Wur­zel­sünde unse­rer Kul­tur und all­tags­taug­li­che Aus­wege: Huma­nist und Phi­lo­soph Erich Fromm über die Exis­ten­zwei­sen des Habens und des Seins

„Habgier und Friede schließen einander aus.“

Haben oder Sein: Die seelischen Grundlagen einer neuen GesellschaftRadi­kal-huma­nis­ti­sche Psy­cho­ana­lyse“ nannte der deut­sche Sozi­al­psy­cho­loge und Phi­lo­soph Erich Fromm sei­nen Ansatz, den er im Anschluss an The Sane Society (1955, dt. Wege aus einer kran­ken Gesell­schaft) und The Revo­lu­tion of Hope (1968, dt. Die Revo­lu­tion der Hoff­nung) in Haben oder Sein fort­führte. Seine „Ana­lyse von Selbst­sucht und Altru­is­mus als zwei grund­le­gen­den Cha­rak­ter­ori­en­tie­run­gen“ führte Fromm zu sei­ner umfas­sen­den Gesell­schafts­kri­tik, die er nicht tech­no­kra­tisch dachte, son­dern in deren Zen­trum der han­delnde Mensch stand. Aus­ge­hend von der Frage, ob der Mensch in der Indus­trie­ge­sell­schaft eigent­lich noch see­lisch gesund sei, setzte er dem vor­herr­schen­den unter­kühl­ten Rela­ti­vis­mus sei­nen „nor­ma­ti­ven Huma­nis­mus“ ent­ge­gen.

Haben oder Sein. Die see­li­schen Grund­la­gen einer neuen Gesell­schaft erschien 1976 zunächst auf Eng­lisch (To Have or to Be?) im Rah­men der Reihe World Per­spec­tives von Ruth Nanda Anshen beim Ver­lags­haus Har­per & Row in New York. Zu die­ser Zeit war Fromm längst auch einem brei­te­ren nicht-wis­sen­schaft­li­chen Publi­kum bekannt. Seine argu­men­ta­to­ri­sche Kraft schöpfte er aller­dings aus tie­fen Wur­zeln – sie reich­ten bis weit in seine Anfänge zurück, als prak­ti­zie­ren­der Psy­cho­ana­ly­ti­ker in Ber­lin und als maß­geb­li­cher Vor­den­ker von Kri­ti­scher Theo­rie und Frank­fur­ter Schule. Mit Auf­sät­zen wie Über Methode und Auf­ga­ben einer ana­ly­ti­schen Sozi­al­psy­cho­lo­gie (1932), sei­ner Prä­gung des Begriffs „Sozi­al­cha­rak­ter“ und Stu­dien wie Auto­ri­tät und Fami­lie (1936) ebnete Fromm den Weg für die For­schun­gen Ador­nos zur Auto­ri­tä­ren Per­sön­lich­keit (1950). Zu die­sem Zeit­punkt ging Fromm nach einer Ent­frem­dung von Adorno bereits eigene Wege. Den­noch gehört er gemein­sam mit Leo Löwen­thal zu den am häu­figs­ten unter­schätz­ten Mit­glie­dern des Frank­fur­ter Insti­tuts für Sozi­al­for­schung.

Erich Fromm (1974)

Erich Fromm (* 23. März 1900 in Frank­furt am Main; † 18. März 1980 in Mur­alto, Schweiz) war ein deutsch-US-ame­ri­ka­ni­scher Psy­cho­ana­ly­ti­ker, Phi­lo­soph und Sozi­al­psy­cho­loge. Bereits seit Ende der 1920er Jahre ver­trat er einen huma­nis­ti­schen, demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus.

Fromm schrieb Haben oder Sein im Jahre 1976 auch unter dem Ein­druck der bei­den Berichte an den Club of Rome (Die Gren­zen des Wachs­tums 1972 sowie Mensch­heit am Wen­de­punkt 1974) und griff mit Haben oder Sein in eine auf­kei­mende welt­weite Debatte ein, für die er wie auf­grund sei­ner Vita und sei­nes Oeu­vres wie geschaf­fen schien. So wie das Frank­fur­ter Insti­tut zu einem Weg­be­rei­ter der 68er-Bewe­gung gewor­den war, wurde Fromm zu einem Weg­be­rei­ter, Vor­den­ker und Für­spre­cher der Frie­dens- und Umwelt­be­we­gung ab den spä­ten 70er Jah­ren. Die große Infor­ma­ti­ons­fülle und Kom­ple­xi­tät sei­nes The­mas ver­an­lasste Fromm im Übri­gen dazu, seine Gedan­ken auf zwei Mono­gra­phien auf­zu­tei­len. In Haben oder Sein bemühte er sich um einen his­to­risch-ana­ly­ti­schen Ansatz. In Vom Haben zum Sein (im engl. Ori­gi­nal The Art of Being) bün­delte er seine Schluss­fol­ge­run­gen zu einer eher popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Anlei­tung für ein sinn­vol­le­res Leben im Lichte der „Exis­ten­zweise des Seins“.

Fromms Ansatz grün­det in der Beob­ach­tung, dass die moderne Gesell­schaft über die Maßen mate­ria­lis­tisch gewor­den sei und den Modus des „Habens“ noto­risch höher werte als den Modus des „Seins“. Das große Ver­spre­chen der Moderne ins­be­son­dere seit der Indus­tri­el­len Revo­lu­tion – dass der Mensch durch neues Wis­sen und neue Werk­zeuge auf dem Weg in ein uto­pi­sches Zeit­al­ter des mate­ri­el­len Über­flus­ses und Glücks, der unbe­grenz­ten Frei­heit und Kon­trolle der Natur sei – wurde nicht ein­ge­löst. Die unter har­ten Bedin­gun­gen arbei­ten­den Men­schen des kapi­ta­lis­ti­schen Zeit­al­ters, die man mit Kon­sum, dem Glau­ben an Fort­schritt und mit der Aus­sicht auf ein bes­se­res Leben für ihre Kin­der bei der Stange hielt, wur­den ent­täuscht. Die Mensch­heit ins­ge­samt, die sich in gött­li­che Sphä­ren auf­schwin­gen wollte, drohe, sich in Kri­sen zu ver­stri­cken und auf eine Kata­stro­phe zuzu­steu­ern.

Dass sich die große Ver­hei­ßung nicht erfüllt hat, liegt Fromm zufolge neben den „sys­tem­im­ma­nen­ten öko­no­mi­schen Wider­sprü­chen“ des Sys­tems auch an zwei fal­schen „psy­cho­lo­gi­schen Prä­mis­sen“ des Sys­tems, näm­lich…

  1. …dass das Ziel des Lebens Glück, das heißt ein Maxi­mum an Lust sei, wor­un­ter man die Befrie­di­gung aller Wün­sche oder sub­jek­ti­ven Bedürf­nisse ver­steht (radi­ka­ler Hedo­nis­mus seit der Antike)
  2. …dass die vom Sys­tem geför­der­ten Eigen­schaf­ten Ego­is­mus, Selbst­sucht und Hab­gier zu Har­mo­nie und Frie­den füh­ren wür­den (vgl. radi­ka­ler Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus seit der Indus­tria­li­sie­rung)

Beide radi­ka­len Denk­ge­bäude lei­tet Fromm his­to­risch genau und inter­es­sant her und ent­larvt sie als das was sie sind: zutiefst anti-huma­nis­ti­sche Strö­mun­gen und eigent­lich auch Taschen­spie­ler­tricks, da sie beide nie­mals der All­ge­mein­heit, son­dern immer nur den Rei­chen genutzt hät­ten. Der radi­kale Hedo­nis­mus sei vor allem von den Eli­ten Roms und der ita­lie­ni­schen Städte sowie von euro­päi­schen Adli­gen prak­ti­ziert wor­den. Fromm weist dar­auf hin, dass diese Art von (mate­ri­ell gestütz­tem) Hedo­nis­mus sich – mit der unbe­deu­ten­den Aus­nahme des Aris­tipp – auf kei­ner­lei beden­kens­werte phi­lo­so­phi­sche Vor­den­ker beru­fen kann, weder auf Bud­dha, noch auf Epi­kur oder sonst irgend­je­man­den. Der radi­kale Hedo­nis­mus ent­sprang…

…nie der Theo­rie des ‚Wohl-Seins‘, die von den gro­ßen Meis­tern des Lebens in China, Indien, dem Nahen Osten und Europa for­mu­liert wor­den war.

Erst im 17. und 18. Jahr­hun­dert, „als das Wort ‚Pro­fit‘ auf­hörte, ‚Gewinn für die Seele‘ zu bedeu­ten (wie in der Bibel und noch bei Spi­noza), und statt­des­sen mate­ri­el­len, finan­zi­el­len Gewinn bezeich­nete“, hät­ten Den­ker wie Hob­bes, Lamet­t­rie und de Sade den alten Faden des radi­ka­len Hedo­nis­mus wie­der auf­ge­nom­men.

Dies geschah in jener Epo­che, als das Bür­ger­tum nicht nur seine poli­ti­schen Fes­seln abwarf, son­dern auch alle Bande der Liebe und Soli­da­ri­tät, und zu glau­ben begann, wer nur für sich selbst sei, sei mehr er selbst, nicht weni­ger. […] Was einst die unphi­lo­so­phi­sche Pra­xis der Aris­to­kra­tie gewe­sen war, wurde nun zur Pra­xis und Theo­rie der Bour­geoi­sie.

Heute führe die Mensch­heit mit dem stei­gen­den Wohl­stand der Mas­sen in den indus­tria­li­sier­ten Natio­nen und dem damit ver­bun­de­nen Hedo­nis­mus als Mas­sen­phä­no­men „das größte je unter­nom­mene gesell­schaft­li­che Expe­ri­ment zur Beant­wor­tung der Frage durch, ob Ver­gnü­gen (als pas­si­ver Affekt im Gegen­satz zu den akti­ven Affek­ten Wohl-Sein und Freude) eine befrie­di­gende Lösung des mensch­li­chen Exis­tenz­pro­blems sein kann.“

Fromm ent­larvt – wenn auch etwas mage­rer theo­re­tisch unter­füt­tert – auch den zwei­ten Taschen­spie­ler­trick, näm­lich den radi­ka­len Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus:

Die zweite psy­cho­lo­gi­sche Prä­misse des indus­tri­el­len Zeit­al­ters, dass das Aus­le­ben des indi­vi­du­el­len Ego­is­mus Har­mo­nie, Frie­den und den all­ge­mei­nen Wohl­stand för­dere, ist vom theo­re­ti­schen Ansatz ebenso irrig […].

Radi­ka­ler Hedo­nis­mus und schran­ken­lo­ser Ego­is­mus hät­ten nicht zu Leit­prin­zi­pien öko­no­mi­schen Ver­hal­tens wer­den kön­nen, wenn nicht im 18. Jahr­hun­dert ein grund­le­gen­der Wan­del ein­ge­tre­ten wäre. […] Das wirt­schaft­li­che Ver­hal­ten wurde von der Ethik und den mensch­li­chen Wer­ten abge­trennt. Der Wirt­schafts­me­cha­nis­mus wurde als auto­no­mes Gan­zes ange­se­hen, das unab­hän­gig von den mensch­li­chen Bedürf­nis­sen […] ist [und] sich aus eige­ner Kraft und nach eige­nen Geset­zen in Gang hält. Das Elend […] sowie der Ruin […] infolge des unauf­halt­sa­men Wachs­tums der Kon­zerne gal­ten als wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­keit, die man viel­leicht bedau­ern konnte, jedoch akzep­tie­ren musste wie die Aus­wir­kun­gen eines Natur­ge­set­zes.

Erich Fromm

Phi­lo­soph Erich Fromm

Vom Sys­tem nach­ge­fragte Cha­rak­ter­züge wie Ego­is­mus und Selbst­sucht wer­den zu natür­li­chen Trie­ben des Men­schen umge­deu­tet. Das Feh­len die­ser Triebe wird als „pri­mi­tiv“ dif­fa­miert. Die Natur wird für das Wirt­schafts­sys­tem ver­ant­wort­lich gemacht und die Unge­rech­tig­keit des Sys­tems wird durch die These ver­schlei­ert, dass es letzt­end­lich allen diene und das Wohl der Men­schen för­dere. Begriffe wie „Chi­ca­goer Schule“, „Trickle-down eco­no­mics“ und „Lais­sez-faire“ fal­len bei Fromm zwar nicht, müs­sen aber mit­ge­dacht wer­den. Bekannt­lich begann nicht lange nach Fromms Publi­ka­tion mit der Wahl Ronald Rea­gans in den USA und Mar­ga­ret That­chers in Groß­bri­tan­nien das Zeit­al­ter des Neo­li­be­ra­lis­mus – einer beson­ders radi­ka­len Spiel­form der Markt­li­be­ra­li­sie­rung, Pri­va­ti­sie­rung und Dere­gu­lie­rung.

Im indus­tri­el­len Zeit­al­ter geht es also nicht mehr um die Frage, was gut für den Men­schen sei, son­dern was gut für das Wachs­tum des Sys­tems sei. Unter der Last ihres öko­no­mi­schen Modells ist die Gesell­schaft aus der Spur gera­ten. Fromm sieht den Grund für die her­auf­zie­hende Kata­stro­phe im fal­schen Sys­tem der Gesell­schaft, und den Grund für das fal­sche Gesell­schafts­sys­tem in falsch gewich­te­ten Cha­rak­ter­zü­gen der Men­schen. Der mate­ria­lis­ti­sche Modus des Habens und des­sen zugrun­de­lie­gende „Lebens­phi­lo­so­phie“ sind von der Gesell­schaft wei­ter­ent­wi­ckelt wor­den. Die altru­is­ti­sche Natur des Men­schen dage­gen ver­küm­merte bzw. wurde in eine Art innere Emi­gra­tion gezwun­gen, obwohl sie – wie Fromm in Kapi­tel 5 („Die Exis­ten­zweise des Seins“) recht über­zeu­gend dar­legt – dem Men­schen ange­bo­ren ist.

Die Häu­fig­keit und Inten­si­tät des Wun­sches, zu geben, zu tei­len und zu opfern, ist nicht über­ra­schend, wenn wir uns die Exis­tenz­be­din­gun­gen der Spe­zies Mensch vor Augen hal­ten. Über­ra­schend ist viel­mehr, dass die­ses mensch­li­che Bedürf­nis so stark ver­drängt wer­den konnte, dass Akte der Selbst­sucht […] schließ­lich zur Regel und Akte der Soli­da­ri­tät zur Aus­nahme wur­den.

Die gesell­schaft­li­che Ver­drän­gung der soli­da­ri­schen Triebe sei auf die schein­bar para­doxe Anpas­sung der Indi­vi­duen an den eta­blier­ten Gesell­schafts­cha­rak­ter des Habens zurück­zu­füh­ren, da fast nie­mand ein Außen­sei­ter oder Aus­ge­sto­ße­ner sein wolle und sich aus Angst an die Mehr­heit anpasse. Viele Men­schen seien in der Folge ver­wirrt und hät­ten ihren natür­li­chen mora­li­schen Kom­pass ver­lo­ren. Erkran­kun­gen der Seele und des Ner­ven­sys­tems seien die Folge.

Japanischer Dichter Basho

Japa­ni­scher Dich­ter Matsuo Bashō

Den Gegen­satz Ego­is­mus vs. Altru­is­mus ana­ly­siert Fromm im ers­ten Teil von Haben oder Sein ety­mo­lo­gisch, poe­to­lo­gisch, his­to­risch, anthro­po­lo­gisch, psy­cho­lo­gisch, phi­lo­so­phisch und theo­lo­gisch: Was bedeu­ten die Wör­ter „Haben“ und „Sein“ von ihren Wort­wur­zeln her? Wie hat sich unser Sprach­ge­brauch im Laufe der Zeit ver­än­dert? Wie mani­fes­tiert sich der Unter­schied in der Gegen­über­stel­lung von öst­li­cher und west­li­cher Anschau­ung, am Bei­spiel zweier Gedichte von Basho und Ten­ny­son? Was hat die Erkennt­nis­theo­rie (Seins­be­griff) seit den Phi­lo­so­phen der Antike damit zu tun? Wie ler­nen, erin­nern, lie­ben und glau­ben wir – im Modus des Habens oder im Modus des Seins?

Im zwei­ten Teil des Buchs beschäf­tigt sich Fromm aus­führ­lich mit den grund­le­gen­den Unter­schie­den der bei­den Exis­ten­zwei­sen, zunächst mit jener des Habens, deren Basis Fromm in der gewinn­ori­en­tier­ten Gesell­schaft sieht, die auf den drei Säu­len Pri­vat­ei­gen­tum, Pro­fit und Macht ruht:

Die Exis­ten­zweise des Habens lei­tet sich vom Pri­vat­ei­gen­tum ab. In die­ser Exis­ten­zweise zählt ein­zig und allein die Aneig­nung und das unein­ge­schränkte Recht, das Erwor­bene zu behal­ten.

An ande­rer Stelle:

Erwer­ben, Besit­zen und Gewinn­ma­chen sind die gehei­lig­ten und unver­äu­ßer­li­chen Rechte des Indi­vi­du­ums in der Indus­trie­ge­sell­schaft. Dabei spielt weder eine Rolle, woher das Eigen­tum stammt, noch ist mit sei­nem Besitz irgend­eine Ver­pflich­tung ver­bun­den. Das Prin­zip lau­tet: „Es geht nie­man­den etwas an, wo und wie mein Eigen­tum erwor­ben wurde oder was ich damit tue. Mein Recht ist unein­ge­schränkt und abso­lut – solange ich nicht gegen die Gesetze ver­stoße.“ […] Diese Form von Eigen­tum ist angeb­lich etwas Natür­li­ches und Uni­ver­sa­les, wäh­rend sie in Wirk­lich­keit eher die Aus­nahme als die Regel dar­stellt […].

Fromm unter­schei­det zwi­schen einer „alten“ und einer „neuen“ Art des schein­bar glück­lich machen­den Ergrei­fens und Bewah­rens von per­sön­li­chem Besitz. Vor dem 19. Jahr­hun­dert war die am häu­figs­ten anzu­tref­fende Art der Besitz­ergrei­fung vom „hor­ten­den“ Typ: Es bestand eine hohe per­sön­li­che Bin­dung an den jewei­li­gen Besitz­ge­gen­stand. Das galt auch für die Besitz­ver­hält­nisse der Men­schen zuein­an­der, spe­zi­ell inner­halb des patri­ar­cha­li­schen Gesell­schafts­mo­dells (der Mann betrach­tete Frau und Kin­der als sei­nen Besitz).

Frü­her hegte und pflegte man alles, was man besaß, und benützte es solange nur irgend mög­lich. Das Motto lau­tete: Alt ist schön!“

Spä­tes­tens seit dem Beginn des 20. Jahr­hun­derts macht sich eine neue Form des Besitz­ergrei­fens in der Gesell­schaft breit, die man auch als „Weg­werf­ge­sell­schaft“ bezeich­net.

Heute kauft man, um weg­zu­wer­fen. Ver­brau­chen, nicht bewah­ren, lau­tet die Devise. […das] Motto lau­tet: „Neu ist schön!“

Die Bezie­hung zum Besitz­ob­jekt ist ent­per­sön­licht, d.h. der Besitz ist Sym­bol für die Aus­deh­nung per­sön­li­cher Macht und des eige­nen Sta­tus. Jede Aneig­nung birgt die Chance auf erneu­ten Pro­fit, indem das alte Objekt mög­lichst teuer wei­ter­ver­kauft und das neue Objekt mög­lichst güns­tig erstan­den wird. Die immer kür­ze­ren Inter­valle der Aneig­nung des jeweils neu­es­ten Modells (Reiz-Reak­tion) eines Gegen­stands ver­schaf­fen einen immer häu­fi­ge­ren Lust­ge­winn. Der immer häu­fi­gere Lust­ge­winn führt dazu, dass die Reize immer ein­fa­cher und damit schnel­ler unin­ter­es­sant wer­den, was die Inter­valle der Aneig­nung wei­ter ver­kürzt.

Fromm weist dar­auf hin, dass er das Phä­no­men unter­schied­li­cher Sti­muli bei der Aneig­nung von Besitz schon frü­her ein­ge­führt hatte:

In mei­ner Unter­su­chung The Ana­tomy of Human Dest­ruc­tiveness (1973) habe ich zwi­schen „akti­vie­ren­den“ und „ein­fa­chen“ Rei­zen unter­schie­den und habe fol­gende For­mu­lie­rung vor­ge­schla­gen: „Je ‚ein­fa­cher‘ (reflex­haf­ter) ein Sti­mu­lus ist, umso häu­fi­ger muss er sich in Bezug auf seine Inten­si­tät bzw. Art ändern; je akti­vie­ren­der er ist, umso län­ger bleibt seine Sti­mu­lie­rungs­fä­hig­keit erhal­ten und umso weni­ger ist es not­wen­dig, ihn nach Inten­si­tät und Inhalt zu ver­än­dern“.

Auch die Besitz­ver­hält­nisse der Men­schen unter­ein­an­der ver­schie­ben sich von der auto­ri­tä­ren Gesell­schaft und dem Patri­ar­chat in Rich­tung einer Befrei­ung des Ein­zel­nen (Indi­vi­dua­lis­mus), der Frau (Femi­nis­mus) und des Kin­des (Anti­au­to­ri­ta­ris­mus).

Der „Indi­vi­dua­lis­mus“, der im posi­ti­ven Sinne Befrei­ung von gesell­schaft­li­chen Fes­seln bedeu­tet hatte, läuft im nega­ti­ven Sinn auf ‚Selbst-Besitz‘ hin­aus – das Recht (und die Pflicht), seine Ener­gie in den Dienst des eige­nen Erfol­ges zu stel­len.

Der „Mar­ke­ting-Cha­rak­ter“ macht sich in der Gesell­schaft breit, den Fromm 22 Jahre vor Richard Sennetts flexiblem Menschen und 34 Jahre vor Byung-Chul Hans Müdigkeitsgesellschaft ziem­lich genau beschreibt. Die­ser Mar­ke­ting-Typus bie­tet sich auf dem Per­so­nal­markt wie eine Ware an, die Nach­frage erzie­len soll. Ein­ge­schränkte Bin­dungs­fä­hig­keit und Fle­xi­bi­li­tät bis hin zur Gleich­gül­tig­keit und Belie­big­keit sind seine Cha­rak­ter­züge.

Fromms Erläu­te­run­gen der „Haben-Ori­en­tie­rung“ ent­spre­chen genau den Hin­wei­sen Hans in der Müdigkeitsgesellschaft. Sie erwei­tern und ver­an­schau­li­chen des­sen Anmer­kun­gen zum getrie­be­nen Leis­tungs­sub­jekt, dem „ani­mal laborans“: Die Hin­weise auf die Selbst­aus­beu­tung der Indi­vi­duen, das Her­ab­sin­ken zum bloß arbei­ten­den, nicht mehr anschau­en­den Tier, der scharfe Unter­schied zwi­schen gehetz­ter „Akti­vi­tät“ und kon­tem­pla­ti­ver „Pas­si­vi­tät“, aber auch Hin­weise auf das immer­wäh­rende Wachs­tum („Die ein­zige Mög­lich­keit, kon­stan­tes Wachs­tum auf­recht­zu­er­hal­ten, ist kon­stante Zer­stö­rung“), fin­den sich hier wie dort.

Das von Fromm beschrie­bene Feh­len von „akti­vie­ren­den“ Rei­zen kann man im wei­tes­ten Sinne mit der von Han reha­bi­li­ter­ten „vita con­tem­pla­tiva“ iden­ti­fi­zie­ren und das von Fromm beschrie­bene Über­maß an „ein­fa­chen“ Rei­zen wie­derum ent­spricht der von Han ins rechte Licht gerück­ten „vita activa“ – einem Zustand der „Hyper­ak­ti­vi­tät und der Hys­te­rie der Arbeit und Pro­duk­tion“.

Man lese in die­sem Zusam­men­hang mög­lichst auf­merk­sam Fromms kur­zen Abschnitt über Meis­ter Eck­hart, wo es heißt:

Unser Sein ist die Rea­li­tät, der Geist, der uns bewegt, der Cha­rak­ter, der unser Ver­hal­ten bestimmt. Im Gegen­satz dazu sind die Taten und Über­zeu­gun­gen, die von unse­rem dyna­mi­schen Kern abge­trennt sind, nicht real. […] In die­sem Sinn ist [das Sein] das Gegen­teil von Haben, von Ich­bin­dung und Ego­is­mus. Sein im Sinne Eck­harts heißt aktiv sein im klas­si­schen Sinn, als pro­duk­ti­ver Aus­druck der dem Men­schen eige­nen Kräfte; es heißt nicht „geschäf­tig“ sein im moder­nen Sinn.

Philosophin Hannah Arendt

Phi­lo­so­phin Han­nah Arendt

Erstaun­lich übri­gens, dass Fromm bei den Stich­wor­ten „vita activa“, „Akti­vi­tät und Pas­si­vi­tät“ und „Tätig­sein“ mit kei­nem Wort auf Han­nah Arendt und ihr berühm­tes phi­lo­so­phi­sches Haupt­werk Vita activa oder Vom tätigen Leben (1958) ein­geht – nicht ein­mal im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis taucht sie auf. Die eben­falls jüdi­sche Phi­lo­so­phin war bei­nahe ebenso alt wie Fromm und wan­derte fast zeit­gleich mit ihm in die USA aus. Inter­es­san­ter­weise nahm auch Arendt kaum Anre­gun­gen aus Fromms Werk auf, obwohl beide mit eini­gem Recht als „Bru­der und Schwes­ter im Geiste“ bezeich­net wer­den kön­nen.

Fromm bet­tet die Exis­ten­zwei­sen des Habens und des Seins in einen grö­ße­ren anthro­po­lo­gi­schen Zusam­men­hang ein. Er iden­ti­fi­ziert den Haben-Modus kon­se­quent mit einem vor­herr­schen­den auto­ri­tä­ren Gesell­schafts­cha­rak­ter und den Seins-Modus ent­spre­chend mit einem nur par­ti­ell ver­wirk­lich­ba­ren nicht-auto­ri­tä­ren Cha­rak­ter. Die Deu­tun­gen gehen bis in den Bereich des Mythos, wenn Fromm über die Haben-Ori­en­tie­rung anti­ker Hel­den und der (heid­ni­schen) anti­ken Gesell­schaft spricht, bzw. in den Bereich der Reli­gion, wenn Fromm den bibli­schen Text zur Ursünde Adams und Evas her­an­zieht.

Zwei gegen­sätz­li­che Deu­tun­gen des Sün­den­falls sind mög­lich: Zum einen der „tra­di­tio­nelle“ Unge­hor­sam in Form der Über­tre­tung eines gött­li­chen Ver­bots („Du sollst nicht von dem Baum essen“). Diese Deu­tung wur­zelt in der auto­ri­tä­ren Gesamt­struk­tur einer Gesell­schaft (wie des Feu­da­lis­mus und spä­ter des Kapi­ta­lis­mus), deren Ziel die Her­aus­bil­dung von abhän­gi­gen, angst­er­füll­ten und folg­sa­men Indi­vi­duen besteht. Zum ande­ren der „alter­na­tive“ Deu­tung des Unge­hor­sams, die bei Jesus beginnt und über einige Kir­chen­vä­ter auch Ein­zug in die Reli­gi­ons­phi­lo­so­phie hält: Unge­hor­sam in Form des „Getrennt­seins“, der Ent­frem­dung von­ein­an­der und von Gott (Sie sahen, dass sie nackt waren und schäm­ten sich vor­ein­an­der, sie ver­steck­ten sich vor Gott). In die­ser Deu­tung steht nicht die Über­tre­tung des auto­ri­tä­ren Ver­bots im Vor­der­grund, son­dern die Ent­fer­nung von einem posi­ti­ven Gebot: Gott zu lie­ben, ein­an­der zu lie­ben und eins mit der Schöp­fung zu sein.

Letzt­end­lich sind für Fromm alle auto­ri­tä­ren Ver­su­che, das Indi­vi­duum zu indok­tri­nie­ren und seine natür­li­chen Nei­gun­gen im Sinne der Gesell­schaft umzu­for­men – also auch alle Erzie­hungs­agen­tu­ren von der Fami­lie über die Aus­bil­dungs­stät­ten bis zur Jus­tiz und ande­ren Auto­ri­tä­ten – Folge der gewinn­ori­en­tier­ten Gesell­schaft und ihrer Erfor­der­nisse.

Alle Anzei­chen deu­ten dar­auf hin, dass hete­ro­no­mes Ein­grei­fen in die Wachs­tums­pro­zesse des Kin­des und des Erwach­se­nen die tiefste Ursa­che geis­tig-see­li­scher Stö­run­gen […] sind.

Neben die­sen Stö­run­gen sind auch der schein­bar ange­bo­rene Frei­heits­drang und Ver­su­che der Rebel­lion vor allem jun­ger Men­schen –vor allem im Bereich der stärks­ten natür­li­chen Nei­gung, der Sexua­li­tät – Beleg für die Wider­na­tür­lich­keit bestimm­ter gesell­schaft­lich erzwun­ge­ner „fal­scher“ Wachs­tums­pro­zesse, in wel­che die Indi­vi­duen gezwun­gen wer­den. Huma­nis­ti­sche Ansätze zu einer For­mung des Indi­vi­du­ums im Sinne sei­ner Nütz­lich­keit für die Gesell­schaft ver­ur­teilt Fromm hin­ge­gen expli­zit nicht:

Unter Frei­heit ver­stehe ich nicht Frei­heit von allen Leit­prin­zi­pien, son­dern Frei­heit, der Struk­tur der mensch­li­chen Exis­tenz ent­spre­chend zu wach­sen (auto­nome Restrik­tio­nen). Das bedeu­tet Gehor­sam gegen­über den Geset­zen, die die opti­male mensch­li­che Ent­wick­lung gewähr­leis­ten.

Er unter­schei­det zwi­schen „ratio­na­ler“ und „irra­tio­na­ler“ Auto­ri­tät:

Jede Auto­ri­tät […] ist eine „ratio­nale Auto­ri­tät“, wenn diese För­de­rung darin besteht, die Akti­vi­tät des Kin­des zu mobi­li­sie­ren und seine Fähig­keit zu kri­ti­schem Den­ken und sei­nen Glau­ben an das Leben zu stär­ken. Um „irra­tio­nale Auto­ri­tät“ han­delt es sich hin­ge­gen, wenn dem Kind hete­ro­nome Nor­men auf­ge­zwun­gen wer­den, die den Inter­es­sen der Auto­ri­tät, nicht jenen des Kin­des die­nen.

Fromm ist damit dem „Para­do­xon“ auf der Spur, als das der US-ame­ri­ka­ni­sche Sozio­loge Richard Sen­nett den Unter­schied zwi­schen mensch­li­chem Frei­heits­drang einer­seits und mensch­li­chem Bedürf­nis nach Regeln und Struk­tu­ren ande­rer­seits, bezeich­nete. Sen­nett brachte den dro­hen­den Macht­miss­brauch, der in „irra­tio­na­len Auto­ri­tä­ten“ schlum­mert, in seinem 1980 erschienenen kleinen Buch Autorität wie folgt auf den Punkt:

Solange man das Bedürf­nis nach wirk­li­chen Auto­ri­täts­ge­stal­ten nicht als eine posi­tive, dem Erwach­se­nen gemäße Hal­tung akzep­tiert, blei­ben die ver­schlei­er­ten Auto­ri­täts­ge­stal­ten unan­ge­foch­ten.

Neben einer zu begrü­ßen­den „ratio­na­len“ Auto­ri­tät gibt es für Fromm auch eine „ratio­nale“ Bin­dung an Besitz und Objekte, die er als „funk­tio­na­les Haben“ bezeich­net. Hier­un­ter fal­len all­täg­li­che Dinge, die der Befrie­di­gung von über­le­bens­wich­ti­gen und das Leben berei­chern­den Grund­be­dürf­nis­sen die­nen. Im Gegen­satz zum „cha­rak­ter­be­ding­ten Haben“ gerät das „funk­tio­nale Haben“ nicht in Kon­flikt mit dem Sein und mit der Exis­ten­zweise des Seins.

Aske­ti­sche Über­trei­bun­gen der mensch­li­chen Lebens­weise ent­larvt Fromm zum einen als heim­li­che Zwil­linge der Haben-Ori­en­tie­rung, da sie sich nicht hei­ter gelas­sen und ratio­nal vom Besit­zen­wol­len los­sa­gen, son­dern den natür­li­chen Trieb ver­bis­sen bekämp­fen und ver­drän­gen. Im radi­ka­len Aske­ten ver­steckt sich die­selbe Cha­rak­ter­struk­tur des Nei­des und des Hor­tens wie im radi­ka­len Hedo­nis­ten. Zum ande­ren ver­ur­teilt Fromm die Über­hö­hung die­ser Geis­tes­hal­tung zu einem poli­ti­schen Modell der ver­ab­so­lu­tier­ten Gleich­heit, wie es bereits der von ihm zitierte Karl Marx in sei­nen „Öko­no­misch-phi­lo­so­phi­schen Manu­skrip­ten“ (1844) tat:

Die­ser Kom­mu­nis­mus – indem er die Per­sön­lich­keit des Men­schen über­all negiert – ist eben nur der kon­se­quente Aus­druck des Pri­vat­ei­gen­tums, wel­ches diese Nega­tion ist. Der all­ge­meine und als Macht sich kon­sti­tu­ie­rende Neid ist die ver­steckte Form, in wel­cher die Hab­sucht sich her­stellt und nur auf eine andre Weise sich befrie­digt. […] Der rohe Kom­mu­nist ist nur die Voll­endung die­ses Nei­des [...].

Eigen­tum zum Zweck des allei­ni­gen Besit­zens ist ebenso wie Macht­aus­übung um ihrer selbst wil­len die Nega­tion der Per­sön­lich­keit des Men­schen. Die Per­sön­lich­keit des Men­schen steht daher auch im Zen­trum einer Hei­lung im Fromm´schen Sinne, also einer Über­win­dung der eigent­lich wider­na­tür­li­chen Exis­ten­zweise des Habens, die jedoch auf­grund von Mani­pu­la­tion und Indok­tri­na­tion tief ver­an­kert ist, und ein Über­gang zur befrei­en­den Exis­ten­zweise des Seins.

Die Vor­aus­set­zun­gen für die Exis­ten­zweise des Seins sind Unab­hän­gig­keit, Frei­heit und kri­ti­sche Ver­nunft. Ihr wesent­li­ches Merk­mal ist die Akti­vi­tät […] im Sinne eines inne­ren Tätigseins, des pro­duk­ti­ven Gebrauchs der mensch­li­chen Kräfte. Tätig­sein heißt, sei­nen Anla­gen, sei­nen Talen­ten, dem Reich­tum mensch­li­cher Gaben Aus­druck zu ver­lei­hen […]. Es bedeu­tet, sich selbst zu erneu­ern, zu wach­sen, sich zu ver­strö­men, zu lie­ben, das Gefäng­nis des iso­lier­ten Ichs zu tran­szen­die­ren, sich zu inter­es­sie­ren, zu lau­schen, zu geben.

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