Braintertainment | David Foster Wallace über Achtsamkeit und warum junge Menschen zum mitfühlenden Denken angestiftet werden müssen
Commencement Speech des US-amerikanischen Autors David Foster Wallace vor einer Abschlussklasse des Kenyon College – einer privaten geistes- und kunstwissenschaftlichen Hochschule in Gambler (Ohio) am 21. Mai 2005. Das Time Magazine nahm diese Rede 2009 in seine Top 10 der besten Absolventen-Reden auf.
David Foster Wallace, Das hier ist Wasser, This is Water
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David Fos­ter Wal­lace über Acht­sam­keit und warum junge Men­schen zum mit­füh­len­den Den­ken ange­stif­tet wer­den müs­sen

"Es ist unvorstellbar schwer, dies zu tun: in der Welt der Erwachsenen tagein tagaus aufmerksam und lebendig zu bleiben."

Das hier ist WasserAm 21. Mai 2005 hielt der US-ame­ri­ka­ni­sche Autor David Fos­ter Wal­lace (1962−2008) eine kleine Fest­rede vor der Abschluss­klasse des Ken­yon Col­lege – einer pri­va­ten geis­tes- und kunst­wis­sen­schaft­li­chen Hoch­schule in Gam­bler, Ohio. Der noto­risch publi­kums­scheue Wal­lace musste zu die­ser Rede müh­sam über­re­det wer­den. Obwohl er sie vor einem eher klei­nen, fami­liä­ren Kreis hielt, bezeich­nete er sie als „große, ang­st­ein­flö­ßende Zere­mo­nie“. Bis zuletzt feilte er am Manu­skript und seine Ner­vo­si­tät ließ nicht nach. Es sollte eine der weni­gen Gele­gen­hei­ten in den Jah­ren vor sei­nem Tod blei­ben, bei wel­cher der Schrift­stel­ler einen so inti­men Ein­blick in seine Ansich­ten und Ein­stel­lun­gen zum Leben gab.

Schriftsteller David Foster Wallace 2006

David Fos­ter Wal­lace (* 21.02.1962 in Ithaca, New York; † 12.09.2008 in Cla­re­mont, Kali­for­nien) war ein US-ame­ri­ka­ni­scher Schrift­stel­ler.

Das Time Maga­zine nahm diese Rede im Jahr 2009 in seine Top 10 der besten Absolventen-Reden auf – neben ande­ren berühmt gewor­de­nen Abschluss-Reden u.a. von Win­ston Chur­chill und John F. Ken­nedy. (Weit über den eng­lisch­spra­chi­gen Raum hin­aus dürfte inzwi­schen der Auf­ruf von Steve Jobs geläu­fig sein: „Stay hungry, Stay foo­lish“.) Im Ver­gleich mit den ande­ren Reden ist gehört jene von David Fos­ter Wal­lace zu den per­sön­lichs­ten und ehr­lichs­ten. Eben­falls 2009 erschien der Text in Essay-Form unter dem sper­ri­gen, iro­nisch-erns­ten Titel This Is Water: Some Thoughts, Deli­ve­red on a Signi­fi­cant Occa­sion, about Living a Com­pas­sio­nate Life. Auf Deutsch liegt der Text der Rede in einer zwei­spra­chi­gen Aus­gabe vor: Das hier ist Wasser / This is Water: Anstiftung zum Denken.

Wal­lace begann seine Rede mit einer klei­nen Para­bel:

Zwei junge Fische schwim­men so vor sich hin und tref­fen zufäl­lig auf einen älte­ren Fisch, der in der Gegen­rich­tung unter­wegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: „Mor­gen, Jungs. Wie ist das Was­ser?“ Die zwei jun­gen Fische schwim­men eine Weile wei­ter, und schließ­lich wirft der eine dem ande­ren einen Blick zu und sagt: „Was zur Hölle ist Was­ser?“

Gleich zu Beginn also eine ver­meint­lich epis­te­mo­lo­gi­sche (erkennt­nis­theo­re­ti­sche) Frage: Was bedeu­tet es eigent­lich, dass ver­schie­dene Fische Men­schen unter­schied­li­che Erfah­run­gen machen? Aber auch: Wie kann es sein, dass Men­schen die natür­lichs­ten, all­täg­lichs­ten Dinge in ihrer Umge­bung nicht beach­ten, manch­mal nicht ein­mal erken­nen kön­nen?

Und noch eine wei­tere, dies­mal reli­giöse Para­bel führte Wal­lace kurz dar­auf ein – eine kleine Vari­ante der Großinquisitor-Parabel des Fjodor M. Dostojewski: Zwei Män­ner, ein Gläu­bi­ger und ein Athe­ist, unter­hal­ten sich darin über die Mög­lich­keit oder Unmög­lich­keit Got­tes bzw. des­sen Güte. Beide blei­ben stur bei ihrer per­sön­li­chen Mei­nung. Wal­lace gibt sei­ner Para­bel im Anschluss die fol­gende Deu­tung:

Tat­sa­che ist, dass reli­giöse Dog­ma­ti­ker das­selbe Pro­blem haben wie der Athe­ist in der Geschichte – Arro­ganz, blinde Gewiss­heit, eine Eng­stir­nig­keit, die wie eine Gefäng­nis­zelle so abso­lut ist, dass der Häft­ling nicht mal merkt, dass er ein­ge­sperrt ist.

Damit sind wir mit­ten­drin im Den­ken des David Fos­ter Wal­lace. Unsere Selbst­ge­wiss­hei­ten, unsere Eng­stir­nig­keit, unser Solip­sis­mus – das sind Fal­len, in die so gut wie alle Men­schen gehen.

Ich gebe Ihnen mal ein Bei­spiel für die kom­plette Unrich­tig­keit von etwas, des­sen ich mir auto­ma­tisch sicher bin. Meine unmit­tel­bare Erfah­rung stützt meine tief sit­zende Über­zeu­gung, dass ich der abso­lute Mit­tel­punkt des Uni­ver­sums bin, der ech­teste, leben­digste und bedeu­tendste exis­tie­rende Mensch. Wir den­ken sel­ten über diese natür­li­che, grund­le­gende Selbst­zen­triert­heit nach, weil sie sozial so absto­ßend ist, aber im Grunde ist sie bei uns allen ziem­lich gleich. Sie ist unsere Stan­dard­ein­stel­lung, die mit der Geburt in unse­ren psy­chi­schen Fest­plat­ten ver­drah­tet wird. Über­le­gen Sie mal: Sie haben nie eine Erfah­rung gemacht, bei der Sie nicht im abso­lu­ten Mit­tel­punkt stan­den. Die Welt, die Sie erfah­ren, liegt vor Ihnen oder hin­ter Ihnen, links oder rechts von Ihnen, auf Ihrem Fern­se­her, Ihrem Moni­tor oder sonst wo. Die Gedan­ken und Gefühle ande­rer Leute müs­sen Ihnen irgend­wie kom­mu­ni­ziert wer­den, aber Ihre eige­nen sind unmit­tel­bar, zwin­gend und wirk­lich. Sie wis­sen schon, was ich meine.

Mehr noch: in diese Fal­len tap­pen wir genau dann, wenn wir „erwach­sen wer­den“, wenn wir im Leben „durch­star­ten“ wol­len. Diese Stan­dard­ein­stel­lung (default set­ting) ist ein Man­tra des David Fos­ter Wal­lace. Er wie­der­holt es immer wie­der, weil er uns vor nichts so sehr war­nen möchte, wie vor uns selbst, vor der mensch­li­chen Natur. Unsere Stan­dard­ein­stel­lung lau­ert sogar dort, wo Stu­den­ten sie viel­leicht am wenigs­ten ver­mu­ten wür­den: in der aka­de­mi­schen Bil­dung. Sogar auf dem ver­meint­li­chen Olymp der Auf­klä­rung und der Weis­heit wer­den wir Men­schen blind und taub für unsere eigene Umwelt und blei­ben im Grunde stumm zurück:

Das viel­leicht Gefähr­lichste an einer aka­de­mi­schen Bil­dung ist – zumin­dest in mei­nem Fall –, dass es die Nei­gung zur Über­in­ter­pre­ta­tion ver­stärkt. Ich ver­liere mich in Abs­trak­tio­nen, statt auf das zu ach­ten, was sich vor mei­ner Nase abspielt. Statt auf das zu ach­ten, was sich in mir abspielt. Wie Sie alle garan­tiert längst wis­sen, ist es äußerst schwer, geis­tig rege und auf­merk­sam zu blei­ben und sich von dem stän­di­gen Mono­log im eige­nen Kopf nicht ein­lul­len zu las­sen. Sie wis­sen aber noch nicht, was bei die­sem Kampf alles auf dem Spiel steht. In den zwan­zig Jah­ren seit mei­nem eige­nen Uni-Abschluss habe ich lang­sam, aber sicher begrif­fen, wie hoch die­ser Ein­satz ist, und ver­stan­den, dass das geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Kli­schee, einem „das Den­ken bei­zu­brin­gen“, in Wirk­lich­keit die Abkür­zung einer sehr tie­fen und wich­ti­gen Wahr­heit ist. „Sel­ber den­ken ler­nen“ heißt in Wirk­lich­keit zu ler­nen, wie man über das Wie und Was des eige­nen Den­kens eine gewisse Kon­trolle aus­übt. Es heißt, selbst­be­wusst und auf­merk­sam genug zu sein, um sich zu ent­schei­den, wor­auf man ach­tet, und sich zu ent­schei­den, wie man aus Erfah­run­gen Sinn kon­stru­iert.

David Foster Wallace während einer Lesung für Booksmith in der All Saints Church, 2006

David Fos­ter Wal­lace wäh­rend einer Lesung für Books­mith in der All Saints Church, 2006

Als Kon­trast zu die­sem Kant´schen auf­klä­re­ri­schen Auf­ruf malt David Fos­ter Wal­lace das Hor­ror­sze­na­rio eines durch­schnitt­li­chen All­tags eines durch­schnitt­li­chen Erwach­se­nen an die Wand: furcht­bare Sze­nen vom Schlan­ge­ste­hen in einem Super­markt nach einem lan­gen und lang­wei­li­gen (wie­wohl aka­de­mi­schen) Arbeits­tag. Sze­nen vom Fei­er­abend­ver­kehr auf über­füll­ten Stra­ßen mit viel zu vie­len stin­ken­den Mit­tel­klas­se­wa­gen. Wal­lace warnt die Absol­ven­ten davor, dass sie noch gar nicht ermes­sen kön­nen, in wel­chen Trott sie ver­fal­len wer­den, wie sehr ihr All­tag sie von ihren hoch­flie­gen­den Plä­nen abhal­ten wird:

Jeder von Ihnen hat das natür­lich schon erlebt – aber bei Ihnen, die heute Ihren Abschluss machen, ist es noch nicht Tag für Woche für Monat für Jahr Teil des All­tags­trotts. Das wird es aber wer­den, zusam­men mit zahl­lo­sen ande­ren trost­lo­sen, ner­ven­den und schein­bar sinn­lo­sen Rou­ti­ne­tä­tig­kei­ten.

In einer sol­chen Situa­tion Acht­sam­keit zu üben und sogar mit den vielen gestressten Menschen mitzufühlen, erscheint uns als eso­te­ri­sches Kli­schee. Aber wie Wal­lace gleich bei sei­nen Para­beln zu Beginn der Rede bemerkte: „Tat­sa­che ist, dass Plat­ti­tü­den in den all­täg­li­chen Gra­ben­kämp­fen des Erwach­se­nen­da­seins eine lebens­wich­tige Bedeu­tung haben kön­nen.“

Es geht darum, dass genau bei die­sem bana­len, frus­trie­ren­den Klein­kram die Arbeit des Ent­schei­dens ein­setzt. Denn im Stau, in den ver­stopf­ten Gän­gen und in den Schlan­gen an der Kasse habe ich Zeit nach­zu­den­ken, und wenn ich mich nicht bewusst ent­scheide, woran ich den­ken und wor­auf ich ach­ten möchte, werde ich beim Ein­kau­fen jedes Mal sauer und nie­der­ge­schla­gen sein, weil sich sol­che Situa­tio­nen mei­ner ange­bo­re­nen Stan­dard­ein­stel­lung zufolge alle um mich dre­hen, um mei­nen Hun­ger, meine Erschöp­fung und mei­nen Wunsch, bloß end­lich nach Hause zu kom­men, und es hat ganz den Anschein, als stünde die ganze Welt mir im Weg. Wer zum Teu­fel sind diese gan­zen Leute, die mir im Weg ste­hen?

Unsere Uner­sätt­lich­keit, unsere mani­sche Ver­fol­gung der eige­nen Ziele, unser feh­len­des Mit­ge­fühl mit ande­ren, unsere Ein­sam­keit im ver­meint­li­chen Erfolg – das sind die Zuta­ten, die unser Leben ver­der­ben. Das sind die fal­schen Ideale, mit denen wir unser eige­nes Leben und das unse­rer Mit­men­schen auf den Abgrund zusteu­ern. Die Falle des Pres­ti­ges ist es, was uns von wirk­li­cher Frei­heit und von wirk­li­chem Frie­den abhält. Es han­delt sich im Grunde um eine Vari­ante des Lebens im Haben- oder im Seins-Modus, wie sie Erich Fromm beschrieben hat.

Strebe nach Macht, und du wirst dir ewig schwach und ängst­lich vor­kom­men, und du wirst immer mehr Macht über andere benö­ti­gen, um deine eigene Angst zu betäu­ben. Hul­dige dei­ner Intel­li­genz und dei­nem intel­lek­tu­el­len Sta­tus, und du wirst dir immer dumm vor­kom­men, wie ein Betrü­ger, stets kurz davor, ent­larvt zu wer­den. Doch das Heim­tü­cki­sche an die­sen fal­schen Kul­ten ist nicht, dass sie so böse und sün­dig sind, son­dern dass sie unbe­wusst ablau­fen. Es han­delt sich um Stan­dard­ein­stel­lun­gen.

In die Falle die­ser fal­schen Kulte rutscht man lang­sam und all­mäh­lich ab, indem man von Tag zu Tag immer selek­ti­ver in sei­ner Wahr­neh­mung und in sei­nen Wert­maß­stä­ben wird, ohne diese Ver­än­de­rung über­haupt zu bemer­ken.

Die soge­nannte Rea­li­tät in unse­rem All­tag wird uns übri­gens nicht davon abhal­ten, nach den Stan­dard­ein­stel­lun­gen zu leben, denn diese Rea­li­tät der Men­schen und des Gel­des und der Macht folgt fröh­lich den Prä­mis­sen der Angst und der Wut und der Frus­tra­tion und der Gier und dem fal­schen Kult des Selbst. Unsere gegen­wär­tige Kul­tur hat sich all diese Trieb­kräfte auf eine Art und Weise nutz­bar gemacht, die unglaub­li­chen Reich­tum und Kom­fort und per­sön­li­che Frei­hei­ten ermög­licht. Unser aller Frei­heit, Herr­scher über unser eige­nes klei­nes König­reich zu sein und ganz allein im Zen­trum der Schöp­fung zu ste­hen. Eine wahr­haft ver­lo­ckende Frei­heit. Natür­lich gibt es noch viele andere Arten von Frei­heit. Doch aus­ge­rech­net über die wert­volls­ten Arten von Frei­heit hört man nicht so viel, da drau­ßen in der Welt des Habens und des Erfolgs.

Die wahre Frei­heit erfor­dert Auf­merk­sam­keit und Acht­sam­keit und Dis­zi­plin und Mühe und die Empa­thie, andere Men­schen wirk­lich ernst zu neh­men und Opfer für sie zu brin­gen, wie­der und wie­der, auf unend­lich ver­schie­dene Arten und Wei­sen, völ­lig unsexy, tag­ein tag­aus.

Das ist wahre Frei­heit. Das heißt es, Den­ken zu ler­nen. Die Alter­na­tive ist die Gedan­ken­lo­sig­keit, die Stan­dard­ein­stel­lung, die Tret­mühle – das boh­rende Gefühl, ein­mal etwas unend­lich Wert­vol­les gehabt und ver­lo­ren zu haben.

Der Sinn jeg­li­cher Erzie­hung, Bil­dung und Aus­bil­dung liegt daher nicht in den Wis­sens­ber­gen, die wir anhäu­fen, oder in den Tri­umph­zü­gen, die wir für uns selbst ver­an­stal­ten, son­dern schlicht und ergrei­fend in „Acht­sam­keit“:

Der wirk­li­che Wert einer ech­ten Aus­bil­dung hat bei­nahe gar nichts mit Wis­sen zu tun, und bei­nahe alles mit schlich­ter Acht­sam­keit – jener Auf­merk­sam­keit gegen­über allem, was zugleich real und wich­tig ist und uns stän­dig umgibt, und sich den­noch so sehr vor unse­ren Augen ver­birgt, dass wir uns immer und immer wie­der an seine Exis­tenz erin­nern müs­sen:

‚Das hier ist Was­ser.‘

‚Das hier ist Was­ser.‘

Es ist unvor­stell­bar schwer, dies zu tun: in der Welt der Erwach­se­nen tag­ein und tag­aus auf­merk­sam und leben­dig zu blei­ben. Und das bedeu­tet, dass noch ein Kli­schee wahr ist: Wir ler­nen wirk­lich fürs Leben – und die Aus­bil­dung geht jetzt erst los.

Hier geht es zum Video der Rede: https://www.youtube.com/watch?v=8CrOL-ydFMI

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